Mit unserer Arbeit wollen wir zu einer zukunftsfähigen Wirtschaft beitragen, die soziale und ökologische Grenzen berücksichtigt und das Gemeinwohl stärkt. Wir sind überzeugt, dass eine Arbeitswelt, die von Kooperation geprägt ist, auch in die Gesellschaft hineinwirkt. Wer im Berufsleben neue Erfahrungen macht, trägt diese in das persönliche Umfeld, in Vereine und Familie. So möchten wir ein respektvolles, wertschätzendes Zusammenleben mitgestalten.

Die folgende Grafik beschreibt unsere Wirkungslogik. Dabei orientieren wir uns an der Wirkungstreppe von Phineo. Wenn ihr unseren Gemeinwohl-Bericht einsehen wollt, sprecht uns gerne an.

Woran wir uns Orientieren

Die folgenden Konzepte liefern die inhaltliche Grundlage für unser Verständnis von Wirkung. Wir verstehen sie weniger als fixe Ziele, denn als Nordsterne, an denen wir uns immer wieder orientieren und ausrichten.

Zukunftsfähigkeit

Zukunftsfähig ist für uns eine Organisation, die unter Unsicherheit handlungsfähig bleibt und Veränderung eigenständig steuern kann, ohne dauerhaft auf einzelne Heldenfiguren angewiesen zu sein. Das zeigt sich vor allem daran, wie Entscheidungen getroffen werden und wie offen eine Organisation nach außen kooperiert. Beides hängt zusammen, denn wenn intern Entscheidungsbefugnisse gut delegiert und geklärt sind, lässt sich auch nach außen leichter zusammenarbeiten.

Quellen:
Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen, Institut für Innovation und Marktforschung, Abschlussbericht Zukunftsfähigkeit von Unternehmen (2024)
World Economic Forum, Future Readiness of SMEs: Mobilizing the SME Sector to Drive Widespread Sustainability and Prosperity (2021)

Gemeinwohl-ökonomie

Für uns ist die Gemeinwohl-Ökonomie ein Denkmodell, das den Erfolg einer Organisation nicht nur an wirtschaftlicher Stabilität und Gewinn bemisst, sondern auch daran, wie sie mit Lieferant:innen, Mitarbeitenden, Kund:innen, Umwelt und Gesellschaft umgeht. Diese Vision teilen wir mit einer wachsenden Bewegung von Organisationen, die ihr Wirtschaften an Sinn und am Beitrag zum Gemeinwohl ausrichten. Uns geht es vor allem um die Haltung, unabhängig davon, wie eine Organisation das später konkret misst oder bilanziert.

Quellen:
Christian Felber, Gemeinwohl-Ökonomie: Das Wirtschaftsmodell der Zukunft (2010), Deuticke Verlag.
Ergänzend: International Federation for the Economy for the Common Good

IDGs & BNE

IDGs (Inner Development Goals) und BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) beschreiben für uns die Kompetenzen, die es für zukunfts- und handlungsfähige Organisationen braucht. BNE, der ältere, pädagogische Rahmen, beschreibt konkrete Gestaltungskompetenzen wie vorausschauendes Denken sowie gemeinsames Planen und Handeln. Die IDGs, neuer und international, setzen eine Ebene tiefer bei innerer Haltung, Achtsamkeit, Beziehungsfähigkeit an. Diese Fähigkeiten ergänzen, was Strukturen und Prozesse in Organisationen allein nicht leisten können.

Quellen:
Inner Development Goals Foundation, IDG Framework (2022)
Gerhard de Haan, Gestaltungskompetenz als Kompetenzkonzept für Bildung für nachhaltige Entwicklung (2008), in: Bormann/de Haan (Hrsg.), Kompetenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung, Wiesbaden.


Unser Werkzeugkoffer speist sich aus verschiedenen Ansätzen und Methoden. So haben wir das passende Werkzeug für die jeweilige Situation dabei. Hier stellen wir euch einige der bewährtesten vor.

Kollegiale Führung

Kollegiale Führung (nach Bernd Oestereich und Claudia Schröder) denkt Führung als Funktion statt als Position. Verantwortung verteilt sich dynamisch und an Rollen gebunden auf viele Schultern.

Soziokratie

Soziokratie verteilt Verantwortlichkeiten auf miteinander verknüpfte, teilautonome Kreise. Diese treffen Entscheidungen im Konsent, das heißt, ein Vorschlag ist angenommen, sobald niemand einen schwerwiegenden Einwand im Hinblick auf das gemeinsame Ziel hat. 

Systemische Organisationsentwicklung

Systemische Organisationsentwicklung betrachtet Organisationen als lebendige Systeme aus Beziehungen und Mustern. Statt Lösungen von außen aufzusetzen, macht sie Zusammenhänge sichtbar und entwickelt Veränderung aus dem System heraus.

Loop Approach

Der Loop Approach führt Teams in klaren Schritten zu mehr Selbstorganisation: Rollen und Spannungen klären, wirksam entscheiden und Feedback geben, sich als Team weiterentwickeln.

Bedürfnisorientierte Kommunikation

Bedürfnisorientierte Kommunikation, in der Tradition der Gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg, trennt Beobachtung von Bewertung und deckt die Bedürfnisse hinter Konflikten auf. Auf dieser Grundlage können Beteiligte zu gemeinsamen Lösungen finden.

GWÖ-Bilanzierung

Die Gemeinwohl-Bilanz macht sichtbar, wie eine Organisation Werte wie Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit und Mitbestimmung im Umgang mit allen Beteiligten lebt.

Vereinbare jetzt ein Kennenlerngespräch, um mehr zu erfahren